Sonntag, 22. Februar 2015

Finanzierung

Natürlich ist die Finanzierung eines der wichtigsten Dinge in einem Bauvorhaben. Wir besitzen die Wohnung in der wir aktuell leben. Die Wohnung ist über die Sparda Bank finanziert. Bis Juni 2018 ist der Zinssatz fest geschrieben. Danach müssen wir es refinanzieren. Dafür haben wir in Verbindung mit dem Darlehen einen Bausparvertrag abgeschlossen, in den wir monatlich einzahlen, um Kapital aufzubauen, um uns einen günstigeren Zinssatz zu sichern. Dieser würde dann 2018 das Darlehen ablösen, mit dem Zinssatz, an den wir uns 2008 gebunden haben. Zum damaligen Zeitpunkt schien das eine gute Idee zu sein. Jedoch gibt es mit dieser Konstellation zwei Probleme.
  1. Wir sicherten uns einen Zinssatz von 4%, was zum damaligen Zeitpunkt niedrig schien, jedoch bei einem aktuellen Zinssatz von 1,5% sehr hoch ist. Der BSV ist bei der BHW. Leider gibt es bei dem Bausparvertrag keine Möglichkeit in einen besseren Tarif zu wechsel.
  2. Der Bausparvertrag ist an das Darlehen gebunden und an die Sparda Bank abgetreten. Das heißt, der Vertrag liegt als Sicherheit vor, so dass wir auf das Kapital nicht zugreifen können. Außer die Sparda Bank würde uns dies genehmigen.
Wir planen, die Wohnung zu behalten und zu vermieten. Die Mieteinnahmen decken dann die Kosten für das Darlehen. Dies lässt jedoch die Frage offen, wie wir an das Kapital im Bausparvertrag kommen, um mit einem höheren Eigenkapital die Zinsen zu drücken und dadurch nochmal erheblich Geld zu sparen.

Unseren ersten Termin hatte wir bei der Sparda Bank. Dort hatten wir auch die Wohnung finanziert. Wir fragten nach Wegen und Möglichkeiten die Wohnung und das neue Haus in einem neuen großen Darlehen zu verbinden. Seine Antwort war überraschend, da er im Grunde sagte, es gäbe keine Chance, aus dem Darlehen oder den abgetretenen Bausparvertrag zu kommen. Die einzige Möglichkeit wäre, die Wohnung zu verkaufen und dann die Vorfälligkeitsentschädigung von ca. € 17.000 für die verlorenen Zinsen zu zahlen! Sein Vorschlag war dann, dass wenn wir die Wohnung verkaufen und ein Darlehen für das Haus nehmen, wobei die monatliche Belastung am obersten Limit für uns war. Wir waren auch sehr überrascht, dass er mehrere Versicherungen inkl. Lebensversicherung und Arbeitslosenversicherung hinzugefügt hat, obwohl wir ihm gesagt hatten, dass wir diese bereits haben. Diese extra Versicherungen, die wir gar nicht brauchen, hätten uns nochmal über 30.000 € gekostet. Diese 30.000€ hat er dann über ein weiteres Darlehen vorfinanziert, was wir unerhört fanden. Wir verließen Sparda Bank mit einem sehr ernüchternden Gefühl und hatten schon gedacht, dass wir unseren Traum eventuell doch nicht verwirklichen können.

Am selben Abend hatten wir einen Termin mit Herrn Michael Schöngart einem unabhängigen Finanzberater, der uns von Allkauf empfohlen wurde. Hier ein Link zu seiner Internetseite  . Er war mehr als zwei Stunden bei uns, ging auf das ein, was wir erreichen wollen und schlug uns dann Möglichkeiten vor. Er sagte uns, dass wir auf das Geld im Bausparvertrag zugreifen können, wenn wir ein neues Darlehen ein so genanntes Forward Darlehen machen, dass 2018 das Darlehen von Sparda ablöst. Wir können dies jetzt schon abschließen und von dem aktuellen niedrigen Zinsen profitieren. Daher hat die Sparda Bank dann die nötige Sicherheit und braucht den Bausparvertrag nicht mehr. Die monatliche Belastung der Wohnung und des Hauses zusammen ist wieder an der obersten Grenze, die wir zahlen möchten. Jedoch werden wir durch die Vermietung der Wohnung mind. 800 € bekommen. Das bedeutet, dass die monatliche Belastung dadurch wesentlich geringer ist und falls die Wohnung mal nicht vermietet sein sollte, können wir trotzdem alle Darlehen weiter bedienen. Und das Beste ist, dass die monatliche Belastung nur gering höher ist, als dass was wir zurzeit zahlen. Dieses Darlehen würde über die ING DiBa laufe. Viel besser!

Unser letzter Finanzierungstermin war bei der Volksbank in der Gemeinde, wo wir hinziehen werden. Die Volksbank Verkauf das Grundstück, somit wollten wir sehen, ob diese Bank uns eventuell mit der Finanzierung helfen kann. Der Berater war sehr freundlich und nahm sich viel Zeit unsere Daten und Wünsche aufzunehmen. Jedoch teilte er uns bereits mit, dass wir die Wohnung verkaufen müssten, da Sparda Bank uns ja nicht aus dem Vertrag lassen würden. Wir sagten ihm, was der unabhängige Berater uns sagte. Trotzdem blieb er der Meinung. Er hat uns bei diesem Termin kein Angebot gemacht und einen zweiten Termin abgesprochen, damit er eine Strategie überlegen könnte. Unsere Entscheidung ist bereits gefällt und wir werden den Vertrag bei dem unabhängigen Berater unterzeichnen.

Wir haben den Vertrag jetzt unterzeichnet und müssen es nur noch per E-Mail an unseren Berater Herrn Schöngart schicken und er wird sich um den Rest kümmern. Hoffentlich hat er recht, dass wir aus dem Bausparvertrag raus kommen, da die ganze Finanzierung darauf baut. Die nächsten Tage werden nervenaufreibend, bis wir endlich die Bestätigung in den Händen halten.

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