Samstag, 21. Februar 2015

Kaufen oder Bauen

Seit ein paar Jahren denken wir darüber nach, von unserer 3-Zimmer-Wohnung in Stuttgart-Rohracker zu einem ländlicheren Gebiet zu ziehen. Da wir bald Familienzuwachs erwarten, hat uns nun unser Nestbau-Instinkt so richtig erwischt und wir machen es.

Wir suchten schon eine Weile nach Häusern zum kaufen. Leider war nie etwas in unserer Preisklasse dabei das nicht komplett renoviert werden müsste. Daher waren wir sehr frustriert und entschlossen uns vor ein paar Wochen mal zu schauen, was ein Neubau kosten würde. In Fellbach nördlich von Stuttgart befindet sich ein Gebiet voller Musterhäuser (http://www.musterhaus-online.de/) von verschiedenen Baufirmen. Dort kann man jedes Haus genau unter die Lupe nehmen und mit den Vertriebsmitarbeiter reden. Wir verbrachten ein paar Stunden dort und führten Gespräche mit verschiedenen Baufirmen. Wir waren recht überrascht, als wir herausfanden, dass es günstiger ist, unser eigenes Haus zu bauen als ein bestehendes Haus zu kaufen.

Nach diesem Tag konnten wir die Suche bereits auf zwei Baufirmen eingrenzen. Dies waren Allkauf und Fingerhuthaus. Beide Häuser sind in der Art sehr ähnlich und beide Berater waren sehr hilfsbereit und entgegenkommend (anders als viele der Berater in anderen Häusern, die kein wirkliches Interesse hatten, tatsächlich ein Haus zu verkaufen).

Allkauf gab uns ein Angebot und einen Folgetermin am folgenden Mittwoch. Fingerhuthaus gab uns eine grobe Schätzung und einen Folgetermin am folgenden Wochenende. Die grobe Schätzung war bereits 70.000 € teurer als das Angebot von Allkauf. Hinzu kommt, dass das Fingerhuthaus kleiner war und weniger Extras (Garage, Bad usw.) hat. Der Senior-Berater kam im Laufe des Gespräches dann dazu und verbrachte die meiste Zeit damit, andere Firmen schlecht zu reden, anstatt uns Gründe zu geben, warum wir mit ihnen bauen sollten. Das haben wir überhaupt nicht gemocht.

Bis Mittwoch hatten wir etwas Zeit uns alle Möglichkeiten durch den Kopf gehen zu lassen und schon einmal die Finanzen zu kalkulieren. Wir kamen zu dem Schluss, dass das Haus von Allkauf die beste Option wäre, wenn der angegebene Preis wirklich wahr ist (inkl. so vieler versteckter Kosten, wie wir denken konnten).

Mit Allkauf läuft es so, dass wir unser eigenes Grundstück finden müssen. Sobald wir den Vertrag bei Allkauf unterschrieben haben, haben wir uns das Angebot für die nächsten 15 Monate gesichert. Wenn wir ein Grundstück in dieser Zeit finden, müssen wir mit Allkauf bauen. Wenn wir jedoch kein Grundstück in den 15 Monaten finden, erlischt der Vertrag ohne irgendwelche Kosten.

Am Mittwochabend hatten wir den Termin mit dem Berater von Allkauf. Der Termin zog sich etwas in die Länge und wir waren bald per du. Der Berater und seine Frau nahmen alle Extras auf, die wir wollten. Nachdem der Computer den gleichen Preis ausspuckte, den wir erwarteten, haben wir direkt unterschrieben. Dann wurden noch Hände geschüttelt und Umarmungen geteilt. Mit einer Flasche Sekt und mehr Gummibärchen als man jemals essen kann, ging es dann mit gutem Gefühl nach Hause. Nun kann die eigentliche Arbeit beginnen!

Hier sind einige Fotos des Musterhauses. Es ist nicht ganz so, wie wir es bestellt haben, aber es gibt Euch schon mal eine Idee.










Und die vorab Grundrisse:



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