Samstag, 15. August 2015

Überschwemmter Keller

Heute hatten wir unseren ersten großen Rückschlag. Gestern Abend zog ein riesiges Gewitter über den Süden Deutschlands und leider hat es dabei unseren Keller überflutet.

Im Neubaugebiet sind wir in einer ziemlich ungeschützten Lage. Unser Grundstück liegt leicht bergab von anderen, die noch nicht bebaut sind und wenn es sehr stark regnet, läuft das Wasser genau auf unser Grundstück, oder in diesem Fall in unsere Baugrube.

Zusätzlich haben die Kellerbauer leider nicht die Löcher für die Drainage mit den dazugehörigen Kappen verdeckt. Die Löcher liegen von außen gesehen 60 cm über dem Boden und im Keller ca. 40 cm über dem Boden.

An der Außenwand konnten wir sehen, dass das Wasser über einen Meter hoch stand. Durch die Öffnungen ist das Wasser dadurch auch in den Keller geflossen. Im Keller steht das Wasser jetzt 40 cm hoch mit einer 2 bis 3 cm hohen Schlammschicht. Das Sauber machen wird wahrscheinlich Tage dauern, da wir leider keine Drainage im Kellerboden haben. Dies wäre jetzt von Vorteil gewesen.

Wir überlegten uns mit einem dicken Schlauch und der Siphonwirkung (Aquarium Effekt) durch eine der Öffnung das Wasser zu leiten. Ansonsten müssten wir noch eine Schmutzwasserpumpe organisieren. Als wir mit einem Schlauch bewaffnet zum Grundstück zurück kamen, war einer unserer Kellerbauer vor Ort, um nach dem Rechten zu schauen. Er murmelte Kraftausdrücke, die ich nicht wiederholen möchte.

Er sagte uns, dass er morgen (am Sonntag) kurz vorbei kommen wird und uns eine Pumpe anschließt, die den Keller dann auspumpt. Wesentlich schlimmer jedoch ist der Schlamm im Arbeitsraum. Dieser muss beseitigt werden und die Kellerwand muss sauber gemacht werden, bevor die Isolierung befestigt werden kann. Der Kellerbauer denkt, dass dies zu zweit ca. 4-5 Stunden dauern wird und wenn die Firma es machen soll, Mehrkosten für uns verursachen wird. Die geplanten Arbeiten für Montag werden sich daher jetzt verschieben. Zum Glück hat dies aber keine Auswirkung auf den Hausstelltermin.

Ben hat heute schon einmal mit der Schlammschlacht begonnen. Er hat in 30 Minuten ca. 1 m² des Schlammes entfernt. Der Schlamm war aber noch so Nass, dass er unglaublich schwer war und es keine Sinn machte, weiter zu machen. Jetzt hoffen wir, dass der Schlamm ein wenig trocknet!

Unser Kellerbauer sagte uns dann, dass er und sein Kollege am Freitag zurückkommen wollen und sie dann die Isolierung anbringen. Bis dahin müssen wir schauen, wie wir den Schlamm aus dem Arbeitsraum bekommen.

Dann heißt es für uns, dass so schnell wie möglich die Drainage verlegt werden muss und der Arbeitsraum verfüllt wird. Leider ist unser Erdbauer diese Woche noch im Urlaub! Wir schreiben trotzdem eine Mail...

Wir hoffen nur, dass alles trocknet und nicht noch einmal überflutet.

Hier seht ihr, wie hoch das Wasser stand:

Das Wasser kam von den Grundstücken hinter uns und lief direkt in unser Bauloch:

Viel Schlamm ist in die Baugrube gelaufen, in manchen Teilen bis zu 40 cm hoch:

Blick hinunter in den Keller:

Viel schlammiges Wasser zum Abpumpen und das ist das kleinste Zimmer:

Kommentare:

  1. Oh Gott sowas wünscht sich ja wirklich kein Bauherr!! Aber werdet ihr nun auf den angekündigten Mehrkosten sitzen bleiben oder übernimmt das eine Versicherung? Oder muss Euch der Kellerbauer entgegen kommen weil er ja etwas falsch gemacht bzw. Vergessen hat?

    Drücke Euch die Daumen das es nun keine weiteren Rückschläge bei Euch gibt!

    Viele Grüße
    Thomas

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    1. Hi Thomas,

      Danke für Deine Worte. Wir haben bereits bei unserer Versicherung eine Schadenanzeige eingereicht. Eigentlich ist so etwas mitversichert. Jedoch wird in jedem Fall einzeln geprüft und entschieden.
      Falls da nichts kommen sollte, gehen wir auf jeden Fall über den Keller-Bauleiter. Jetzt hoffen wir erst einmal, dass die Versicherung zahlt.

      Wir halten euch alle auf jeden Fall auf dem Laufenden!

      Beste Grüße
      Steffi

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